07/09/12 - Erste Woche SNU

Die erste Woche Uni ist rum und es war voll mit neuen Erfahrungen. Meine Mitstudenten kannte ich schon und letzte Woche war ich regelmäßig an der Uni um mich an die Situation zu gewöhnen. Die Professoren reagierten interessiert und sie sind positiv überrascht von meinen Koreanisch-Kenntnissen. Trotzdem gibt es keine Sonderbehandlung für mich. Genau das finde ich super. Von den Kommilitonen fühle ich mich auch nicht anders behandelt und ich bin gut integriert. Wenn ich nicht immer so einen langen Weg nach Hause hätte, wäre ich am ersten Abend auch zusammen mit Essen gegangen. Gelegenheiten dazu wird es noch genug geben.
Am Montag gab es eine Einführungsveranstaltung für die ausländischen Master-Studenten. Wegen einem Kurs konnte ich nur an der koreanischen Session teilnehmen. Einige allgemein Sachen wurden erklärt und die Studiverband für Ausländer hat sich vorgestellt. Danach gab es auch eine Campus-Tour, von Studenten geleitet. Irgendwie anstatt mit den anderen internationalen Studenten zu reden wandte ich mich mehr an die koreanischen Guide. Bedingt durch meinen Studiengang habe ich bisher nur Koreaner kennengelernt und noch keine anderen internationalen Studenten.
In der ersten Woche wurde der Lernstoff vorgestellt und der Statistik-Kurs wird wohl das Schwerste. In Deutschland hatte ich keine Probleme damit. Jedenfalls war das damals im 2. Semester nur ein einführender Kurs mit einfachen Inhalten. Jetzt geht es um komplexe Mathematik mit mehreren Variablen/Formeln und der Software R, die nicht mehr als eine Eingabekonsole hat. Die Kursgröße ist echt unvergleichbar: 7, 8 und 3. Beim letzten Kurs sind nur drei Leute, weil er auf Englisch ist und somit wenig attraktiv ist. Die Statistik-Vorlesung ist komplett auf Koreanisch, aber die Literatur sowie die PPT der Vorlesung sind komplett auf Englisch. Daneben war das Pendeln immer nervig. Morgens muss ich im Bus nach Seoul stehen und abends auch, wenn ich die falsche Zeit erwische. Bis dorthin brauche 1h 20min und zurück manchmal bis zu 2 Stunden. Die Zeit vertreibe ich mir aber gut mit dem Smartphone: TV gucken, Vokabeln lernen, Musik hören, im Internet surfen oder Blogbeiträge vorbereiten oder so. Leider ist es aber sehr umständlich, wenn man keinen Sitzplatz hat. Da werde ich noch herausfinden müssen, wie ich es am besten mache.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich diese Woche außer Mittwoch jeden Tag an der Uni war und auch abseits davon fiel unternommen habe. Schlaf kam dabei etwas zu kurz und ich muss noch einen guten Rhythmus aufbauen.

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